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MAN SIEHT NUR, WAS MAN WEISS

01.12.2020

Waren Sie schon mal in Potsdam? Haben Sie das weltberühmte Schloss Sanssouci besucht? Hatten Sie vielleicht das Glück von einem echten Guide durch das Schloss geführt zu werden?

Während Sie von der Pracht der Säle und dem Reichtum an historischen Bildern, antiken  Skulpturen,  edlen  Möbeln  und   schimmernden   Seidentapeten   überwältigt sind, bekommen Sie viele Informationen über den Erbauer des Schlosses, den Preußischen König Friedrich II., sein Leben und seine Politik. Sie lernen die Persönlichkeit des Menschen Friedrich kennen, seine verschiedenen Rollen und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen. Sie erfahren schlimme Details aus dem Verhältnis zu seinem Vater, die prägende Kindheit und Jugend, die lebenslange Herausforderung, seine eigenen Interessen und Bedürfnisse mit seinem Job als König und Herrscher des Preußischen Staates in Einklang zu bringen. Nun können Sie ganz leicht nachvollziehen, aus welcher Sehnsucht heraus Friedrich der Große sein Sommerschlösschen „Sanssouci“ (frz. Ohne Sorge) nannte.

Friedrich II. sammelte Kunst, las unzählige Bücher, spielte Querflöte und komponierte, war Philosoph und liebte den erfrischenden Austausch mit inspirierenden Köpfen. Sein Schloss und der Garten sind voller Symbole, die sich einem modernen Menschen der heutigen Zeit nicht so einfach erschließen. So lädt Sie der Guide ein, Ihren Blick vielleicht auf die blattvergoldeten Wand-und Deckendekorationen und jetzt erst sehen Sie die Reben, Weinblätter und Trauben, die sich die Wände hochranken und die Illusion eines weinumrankten Laubengangs erzeugen. Sie entdecken ein riesiges Spinnennetz an der Decke und die Spinne, die sich zu Ihnen herab zu seilen scheint. Carpe diem – nutzen den Tag, so wie die Spinne, die ihr Netz immer wieder aufbaut, sobald der dünne Faden gerissen ist. Dieses Motto Friedrichs II. macht der Ruinenberg, auf der Nordseite des Schlosses, noch deutlicher. Er versteckt nicht nur das Wasserbassin für den Betrieb der Fontänen im Garten, sondern mahnte Friedrich auch davor, dass seine wertvolle Lebenszeit auf Erden endlichist und er sie sinnvoll nutzen sollte.

Hätten Sie all das gesehen, erfahren und erlebt, wenn Sie keinen professionellen Guide an der Seite gehabt hätten, der sich auskennt, der Sie durch die Schlossräume führt und Sie einlädt, Ihren Blick auf wesentliche Einzelheiten zu richten? Hätten Sie die feinen Details selbst entdeckt und die Symbolsprache entschlüsselt? Ganz sicher, es hätte nur seine Zeit gebraucht.

Man sieht nur, was man weiß. Mit diesem Goethe Zitat startete der DuMont Reiseverlag 1968 seine erste ambitionierte Kunsreiseführerreihe. Und dieses Motto gilt auch für das komplexe Wesen Mensch. Wir leben in herausfordernden Zeiten des stetigen Wandels. Menschen in Unternehmen und Organisationen, mit und ohne Leitungsfunktionen, Personal- oder Projektverantwortung wird im beruflichen Alltag sehr viel abverlangt. Neben den Einflüssen von Globalisierung, Digitalisierung oder New Work gibt es auch die immer dagewesenen zwischenmenschlichen Themen. Auf Grund von höherem Stressempfinden und zunehmender Emotionalität, einer nicht förderlichen und missverständlich Kommunikation können Konflikte entstehen, die wertvolle Ressourcen rauben. Wie finden Sie den besten Weg, leichter umfassender mit diesen Herausforderungen umzugehen und sich situationsgerecht mit den Bedürfnissen von Kollegen, Mitarbeitenden, Kunden oder Partnern auseinanderzusetzten?

Zunächst braucht es einen guten Zugang zu sich selbst, die Bereitschaft und das Erforschen der eigenen individuellen Persönlichkeit, der inneren Haltung (Mindset) und der spezifischen Werte. Denn nur wer sich selbst gut kennt, um seine Wirkung weiß und sich über die Art und Weise, wie er denkt, fühlt und handelt bewusst ist, der kann mit diesem Wissen auch andere besser sehen und verstehen.

Eine weitere Voraussetzung ist das Bewusstsein, dass die Kollegen nicht automatisch dieselbe Deutung eines Themas vornehmen, wie man selbst. Machen Sie sich klar, dass Ihre Wirklichkeit nicht gleich die  Wirklichkeit Ihres Gegenübers ist. Obwohl Sie gerade beide an ein und demselben Ort sind, zum Beispiel bei einer Führung durch das Schloss Sanssouci, erleben Sie ein und dieselbe Situation völlig unterschiedlich. Unser Gehirn erschafft mit Hilfe unserer Sinneswahrnehmungen unser ganz eigenes Bild von der Welt und wir konstruieren unsere Realität so, wie sie zu unserem Lebensstil passt. Dementsprechend gibt es keine für alle gleiche Realität oder Wirklichkeit, sondern nur unterschiedliche Perspektiven. Wahrnehmung ist immer subjektiv, richtig und falsch liegen im Auge des Betrachters.

Der Klassiker: Es sind mehrere Mitarbeitende in einem Büro, die eine Hälfte mag es mollig warm und dreht die Heizung auf, die andere Gruppe kann gar nicht genug frische Luft bekommen und reißt die Fenster auf. Sie ahnen was kommt. Das Verhalten jeder Gruppe ist richtig – aus der jeweiligen Perspektive. Es gibt sehr viele gute und effektive Methoden, die Sie ganz allein praktizieren können, um sich selbst zu entdecken und einfache Entwicklungsschritte erarbeiten zu können. Da wir uns nicht zu 100% selbst betrachten können, spätestens ab der Brust aufwärts wird es schwierig sich selbst zu sehen, stößt auch die innere Eigenarbeit an ihre ganz natürlichen Grenzen. Spätestens jetzt brauchen wir ein Hilfsmittel oder Werkzeug - einen Spiegel, eine Reflexionsfläche, einen Resonanzraum.

Wie ein Guide kann Sie der Coach, als professionelles Gegenüber, durch Ihre ganz individuellen Sehenswürdigkeiten aus Werten, Vorstellungen und Erwartungen führen. Er kann unterstützen, sich der Schätze durch unterschiedliche Denk- und Arbeitsweisen, die  vielleicht auf Grund von unterschiedlichen kulturellen Hintergründen entstanden sind, bewusst zu werden. Blinde Flecken können sichtbar werden, wesentliche Einzelheiten und Details. Nehmen Sie die Einladung an, neue Perspektiven einzunehmen und verschiedene Handlungsmöglichkeiten zu überprüfen? Durch dieses Wissen werden Sie sehend und ermächtigen sich selbst, Ihre Möglichkeiten zu entdecken und zu entfalten.

Wissend und sehend können Sie bewusst Ihre ureigene Gestaltungs- und Entscheidungskraft erfahren, finden Ihren ganz einzigartigen Weg und könne neuen Herausforderungen souverän begegnen.

- von Katharina Homann -

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